Mitbestimmung an Hochschulen

Plakat Mibestimmung an Hochschulen

Plakat Mibestimmung an Hochschulen

Text des Plakats:

Mitbestimmung an Hochschulen

Basiert auf dem Prinzip der Gruppen-Universität

  • Alle Statusgruppen sollen in allen Gremien abgebildet werden
  • Statutsgruppen: Studierende, wissenschaftliches Personal, nichtwissenschaftliches Personal und Professor_innen

Unterschiede je nach Landeshochschulgesetzen

  • Teilweise keine verfasste Studierendenschaft
  • Unterschiedliche Besetzung und Kompetenz der Hochschulräte

Gremien der studentischen Selbstverwaltung, z.B. Fachschaft, Studierendenparlament/Studierendenrat, AStA

  • Studierende vertreten ihre Interessen gegenüber Dozent_innen und Uni-Leitung, Gesellschaft und Politik
  • Mitbestimmung der Studienausgestaltung
  • Verwaltung eines eigenen Haushalts
  • Verhandlung des Semestertickets
  • Beratungsangebote

Probleme:

  • Fehlende Zeit für Engagement durch BA/MA
  • Geringe Wahlbeteiligung
  • Kurze Verweildauer der Studierenden an Hochschulen
  • Faktisch wenig Gestaltungsmöglichkeit
  • Oft mehr Servicegedanke als Politischer Gestaltungswille
  • Spielplatz für Parteijugend

 Gremien der akademischen Selbstverwaltung, z.B. Fachbereichsrat, Kommissionen, Senat

  • Studien- und Prüfungsordnungen gestalten
  • Wahl des Rektorats
  • Stipendienvergabe
  • Mitbestimmung in Berufungsverfahren
  • Mitgestaltung der Hochschulentwicklung

Probleme:

  • Übermacht der Professor_innen
  • Zunehmender Verlust an Kompetenzen

Arbeitnehmer_innenvertretung, i.d.R. Personalrat

  • Vertretung der Interessen der Beschäftigten an der Hochschule

Probleme:

  • Kaum Wahrnehmung des aktiven und passiven Wahlrechts durch befristet beschäftigte wissenschaftliche Mitarbeiter_innen
  • Geringer gewerkschaftlicher Organisationsgrad

Probleme insgesamt:

  • Mehr Reagieren als Agieren
  • Weitgehende Entmachtung durch Hochschulräte und Verlagerung der Kompetenzen auf das Rektorat
  • Keine Zeit für Engagement

 Exkurs: Hochschulrat – Was ist das?

  • überwiegend mit hochschulexternen Mitgliedern aus Wirtschaft, Politik, Kultur und Wissenschaft besetztes Gremium
  • nicht von Hochschulen selbst berufen
  • sorgen für „außeruniversitäre Perspektive“
  • Kompetenzen: Wahl des Rektors, Einrichtung und Schließung von Studiengängen, strategische Ausrichtung der Hochschule, Prioritätensetzung bei der Mittelvergabe
  • keine Rechenschaftspflicht
  • tagt nicht öffentlich
  • Absurdes am Rande: An der Uni Münster war Thomas Middelhoff als Mitglied des Hochschulrats 2008 bis 2013 für Finanzangelegenheiten verantwortlich.

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