Der Workshop ist vorbei – Wir machen weiter

Workshop "Solidarische Hochschule"

Beim Workshop „Solidarische Hochschule“ am 4. und 5. September 2014 in den Räumen der Rosa-Luxemburg-Stiftung wurde angeregt diskutiert, die Möglichkeit zur Vernetzung genutzt, gemeinsam über die Zustände an Hochschulen geschimpft und Ideen davon entwickelt, wie es anders gehen könnte. In Workshops und Diskussionsrunden wurden Themen wie Hochschulfinanzierung, Arbeit an Hochschulen, Mitbestimmung, Inklusion und Diskriminierung und die Individualisierung struktureller Probleme besprochen.

Während der Diskussionen in Kleingruppen haben wir die meist genannten Begriffe gesammelt und zu einer Textwolke verarbeitet. Das Ergebnis seht ihr hier:

Im Workshop entstandene Textwolke der am häufigsten genannten Begriffe

Im Workshop entstandene Textwolke der am häufigsten genannten Begriffe

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Aktualisiertes Programm des Workshops „Solidarische Hochschule“

Das aktualisierte Programm (PDF) für unseren Workshop „Solidarische Hochschule“ ist nun online. Der Anmeldeschluss ist bereits vorbei, fast alle Plätze sind vergeben. Kurzentschlossene, die in Berlin wohnen oder aus anderen Gründen nicht auf die Übernahme von Fahrt- und Übernachtungskosten angewiesen sind, können sich noch anmelden.

Die Universität und das Prekariat – eine kritische Reflexion

Unischerheit stachelt zu Höchstleistung an – so ähnlich (sehr ähnlich!) äußerte sich die Vize-Rektorin der Wiener Universität.  Anna Babka kritisiert diese Aussage in einem sehr lesenswerten Artikel. Ähnliche Argumente sind ja bekannt aus den Mündern der Verteidiger_innen des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes, das eine Daueranstellung unterhalb der Professur verhindert. Der Artikel geht auf die Situation in Österreich ein, ist aber der deutschen durachaus vergleichbar (außer: viele der Stellenformate, die genannt werden und die eine längerfristige Beschäftigung sichern, gibt es so in Deutschland nicht.)

Gute Lehre

Themenblock im Rahmen des Workshops „Solidarische Hochschule“

Der Begriff „gute Lehre“ taucht inzwischen in jedem Exzellenz-Antrag auf. Allerdings ist meistens nicht klar, was genau unter guter Lehre zu verstehen ist und wie diese umgesetzt werden soll. Mehr Lehrkräfte pro Student_in kann heißen: Mehr Lehrkräfte einstellen und/oder weniger Studierende aufnehmen. Online-Tutorium statt Präsenz im Seminar kann heißen: Barrieren abbauen und/oder Entgrenzung des Studienalltags ins Wochenende. Intensivere Betreuung von Studierenden kann heißen: Bessere Studienbedingungen für Studierende und/oder zehnfacher Arbeitsaufwand für Lehrende.

Gerade im Bereich Lehre sind die Situationen von Studierenden und Lehrenden eng miteinander verschränkt. Was müssen wir fordern, damit „gute Lehre“ nicht nur ein Label für den nächsten Exzellenz-Antrag bleibt? Wie können wir uns solidarisch für „gute Lehre“ einsetzen? Und wie muss „gute Lehre“ aussehen, damit sich die Situation aller Beteiligten zum Besseren verändert?

Mitbestimmung

Themenblock im Rahmen des Workshops „Solidarische Hochschule“

Wo und wie wollen wir an einer solidarischen Hochschule mitbestimmen?
Studierende organisieren sich in Fachschaften und haben eine organisierte Interessenvertretung durch AStes und Studierendenräte – aber die wenigsten Studierenden interessieren sich dafür, gehen zu den Wahlen und beteiligen sich. Mitarbeiter_innen können sich in Mittelbauinitiativen zusammenschließen und im Personalrat, aber in der Regel tun sie das nicht. Alle sitzen in den akademischen Gremien, aber da können sie gegen die Übermacht der Professor_innen ohnehin nicht viel ausrichten. Und irgendwie fühlen sich alle nicht richtig vertreten. Muss das so sein? Geht das nicht auch anders?

Im Themenblock „Mitbestimmung“ soll nicht über die bestehenden Mitbestimmungs-Strukturen an Hochschulen aufgeklärt werden. Wir wollen stattdessen gemeinsam ein Konzept erarbeiten, wie Mitbestimmung an einer solidarischen Hochschule aussehen sollte. Erwünscht ist insbesondere die Beteiligung von Aktiven in der Hochschulpolitik, von Gewerkschafter_innen mit Erfahrung im Hochschulbereich und von Vertreter_innen aller Statusgruppen (Studierende, Promovierende, Mitarbeiter_innen, Professor_innen) an der Diskussion.

Finanzierung

Themenblock im Rahmen des Workshops „Solidarische Hochschule“

Bildung und Geld – zwei Aspekte, die wohl ungern zusammen genannt werden. Denn wie kann das Streben nach Wissen in Zahlen gedacht werden? Und doch – Geld bestimmt die Strukturen des Studiums, der Forschung und somit die Zukunft vieler. Ein guter Grund, sich damit auseinanderzusetzen! Wir wollen diskutieren, welchen Einfluss Geld auf das Studium und die Forschung haben soll. Dient Studium und Forschung alleine der Selbstverwirklichung, die es zu fördern gilt? Oder soll Geld als Druckmittel zur Erfüllung von Leistungen dienen? Ist es möglich, dass staatliche und nichtstaatliche Geldgeberinnen und -geber ohne Einfluss auf die freie Forschung bleiben? Wie kann das Geld an der Hochschule gerecht verteilt werden?